04.01.2012 CDU-Spende Telefonseelsorge
Stille Nacht – Einsame Nacht
TelefonSeelsorge an Weihnachten und Silvester durchgehend besetzt - CDU übergab Spende
„Die Uhr zeigt kurz vor Mitternacht, ich sitze im Dienstzimmer der TelefonSeelsorge und warte auf den ersten Anruf. Draußen ist es dunkel und still.“ Eigentlich ein ruhiger Dienst, könnte man meinen. Doch Till Schmitz (Name geändert) winkt ab. Gerade die Weihnachtszeit ist sensibler und stressender als sonst. „Viele Menschen hoffen auf Tage der Entspannung, der Harmonie und Erholung, auf die sie sich lange vorbereitet haben. Andere hingegen belasten Enttäuschung, Einsamkeit und Sorgen, Streit oder Niedergeschlagenheit. Sie möchten am liebsten davonlaufen.“
Aber das hilft nur vorübergehend, weiß der Seelsorger aus den vielen Gesprächen. Deshalb hat er sich dieses Jahr an Heiligabend zum Nachtdienst eingetragen. Nach dem Gottesdienst kann er das so einrichten, seine Familie findet das Engagement gut. „Ein Ohr bieten, das geduldig zuhört, eine Stimme, die die Stille der Einsamkeit durchbricht, als Mitmensch erreichbar sein, der für Tränen, Wut, Ängste und Klagen Zeit hat.“
Das möchte er und ist mit dieser Absicht nicht allein. Seine fast 90 Kolleginnen und Kollegen bei der TelefonSeelsorge Bonn/Rhein-Sieg sehen das ähnlich. Deshalb ist ihr Telefon an und zwischen den Feiertagen durchgehend besetzt. Jeder kann die 0800 1110111 anrufen, unabhängig von Gehalt, Status, Herkunft und Religion, mit jeder Sorge zu jeder Zeit in jeder Verfassung. Niemand wird bevorzugt, jeder Anruf wird anonym geführt.
Nur Scherz-, Schock- und Sexanrufe lehnen sie ab, genauso Schimpftiraden. Dafür gibt es andere Ansprechpartner. Krise ist wie ein Absturz. Die eigenen Kräfte reichen nicht mehr. Wenn jemand dann seine Scheu überwindet und zum Hörer greift, möchte er weder als Verlierer gesehen werden noch seine Niederlagen im Alleingang lösen. Da ist z.B. die alleinerziehende Mutter, die nicht zur Ruhe kommt, zerrissen zwischen den Kindern, dem Haushalt und dem Beruf. Manche spüren nachts oft den großen Druck des Tages und können nicht wieder einschlafen. Es kommt alles vor: eine Ehe oder Partnerschaft zerbricht, Mobbing am Arbeitsplatz, Burnout, Angst vor Arbeitslosigkeit oder Hartz IV, behinderte oder alte Menschen, die zunehmend ihre Kontakte verlieren, Gewalterfahrung und Missbrauch.
Es gibt nur kurze Ruhepausen zwischen den Anrufen. Till Schmitz spricht sehr zurückhaltend, aber seine Augen leuchten lebendig. Eine Fülle an Problemen ist ihm in den letzten 8 Jahren bei der TelefonSeelsorge begegnet. Es sind allesamt Menschen wie du und ich, meint er, Zeitgenossen, die auf ihre je eigene Weise liebenswert und anstrengend zugleich sind. Wenn dann der Morgen anbricht und die Ablösung kommt, ist er deshalb oft schon bereichert nach Hause gefahren. Aber es braucht eine Weile, bis er abschalten kann, um Erholung für sich zu finden.
Ingeborg Cziudaj (li), Stadtverordnete und stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU, übergab Elisabeth Lauer, Vorsitzende des Trägervereins der TelefonSeelsorge, eine Spende in Höhe von 1.000 €. Das Geld stammt aus den Sitzungsgeldern, die die Mitglieder der Bonner CDU-Stadtratsfraktion alljährlich für gemeinnützige soziale Zwecke abtreten.
8 Kommentare
20.05.2012
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19.05.2012
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18.05.2012
Ahamed
Also Pressefreiheit ja, aber alles hat ja Grenzen! Hunde einschle4fern, nur weil sie ne bttiemmse Rasse sind? Und was ist mit dem lieben Rotti, der so brav sein Frauli jeden Tag begleitet! Die alte Dame, die ihn schon fcber 10 Jahre hat und fcber alles liebt? Weg nehmen? Den Familienmitglied tf6ten? Weil er ein Kampfhund ist?!? Das ist doch ne Frechheit. Ich hab nen Hund- 5 kilo Hund vor demb4haben manche Menschen auch schon Angst wegen dieser Hetze die zur Zeit in Medien so modern ist! Ein 5kg Hund muss ich zur Seite ziehen und mich davor stellen, damit ein Kind, das panische Angst hat, vorbeigehen kann ohne in die Hose zu machen! Gratuliere, sowas haben die Eltern, die den Medien so alles glauben, erreicht. Sie erziehen neuen Generation Hundehasser und alles nur dank Medien. Wie wird es in 100 Jahren ausschauen? Alle Tiere tot, nur weil sie im Weg stehen, gefe4hrlich oder nutzlos sind?Und das schlimmste sind sogenannten Journalisten die fcber ein Thema schreiben, wo sie NULL Ahnung haben. Zuerst informieren, recherchieren und dann Mund auf! Im Fall von Frau CH.T. am Besten einfach nur Mund zu und ab nach Hause!
18.03.2012
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17.03.2012
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15.03.2012
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15.03.2012
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15.03.2012
Karthick
Das schlimmste an einem Ende ffcr mich ist, wenn es vresrohehbar bzw. offensichtlich ist! Und das hat mir leider schon so manches Buch versaut . Letzter Kandidat daffcr (jetzt nicht steinigen!): Daniel Abrahams Long Price . Nach 50 Seiten im letzten Band war mir klar, was am Ende passieren wfcrde. Deswegen mag ich die Reihe an sich auch nicht so besonders.Das Ende an und ffcr sich ist extrem wichtig, da hat Colo Recht! Man erinnert sich lange an das Buch, wenn das Ende gepasst hat oder wenn man sich furchtbar drfcber aufgeregt hat!Der erwe4hnte Elric ist bei mir nur auf Grund des letzten Satzes so gut in Erinnerung geblieben. Corum dagegen (um beim Autor zu bleiben) hat ein schrecklich an den Haaren herbeigezogenes Ende. Die Oswald Bastable -Trilogie dagegen hat ein offenes Ende, obwohl ich erwartet hatte, dass es abgeschlossen wird INRI le4sst den Leser nach gerade mal 180 Seiten regelrecht im Regen stehen und man hat das Geffchl, dass der Autor selbst nicht so genau wusste, wie er abschliedfen soll und es einfach gelassen hat.Im Gegenzug kann ich auch Wurlings Aussage verstehen: Der Weg ist das Ziel . Wenn das nicht stimmen wfcrde, he4tte ich wohl niemals behaupten kf6nnen, dass Tad Williams tolle Bfccher schreibt! Weder Osten Ard noch Otherland haben mMn gute Enden, aber die Geschichten sind prima.Ich glaube nicht, dass sich eine Antwort geben le4sst auf die Frage Welches Ende ist das Beste? Es wird ffcr mich immer auf Das Ende, das zur Geschichte passt hinauslaufen









