Kommunalwahlprogramm der Bonner CDU 2009 – 2014 „Aus Liebe zu Bonn!“
Kultur und Freizeit
Die freie Entfaltung der Persönlichkeit – durch unser Grundgesetz gewährleistet – ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung unserer Kultur und stärkt unsere Kreativität. Neben der Qualifizierung im beruflichen Bereich gehört dazu auch die ständige Weiterbildung, um den Anschluss an die gesellschaftliche Entwicklung zu halten. Daher verdient Weiterbildung in pluraler Trägerschaft unsere Aufmerksamkeit.
Das kulturelle Leitbild der Bonner CDU ist ein europäisch geprägtes, weltoffenes Bonn. In der Begegnung mit anderen Kulturen suchen und finden wir Anregung und Bereicherung, nicht in multikultureller Beliebigkeit, sondern im gegenseitigen Respekt.
Es gilt, unser eigenes kulturelles Erbe zu bewahren – in Bonn speziell Beethoven und Schumann – wie die Förderung zeitgenössischer Kunst. Deshalb werden wir auch in Zukunft das kulturelle Leben in Bonn fördern, eine noch stärkere Beteiligung der Bonnerinnen und Bonner suchen und uns bemühen, möglichst viele junge Menschen an Kunst und Kultur heranzuführen.
Freizeit sinnvoll zu gestalten, wird immer wichtiger: einmal als Ausgleich für die gewachsene Belastung in Ausbildung und am Arbeitsplatz, andererseits angesichts der gestiegenen Lebenserwartung weit über das Erreichen der beruflichen Altersgrenze hinaus.
Die Bonner CDU will ihren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen in Bonn in ihrer Freizeit ein breites Angebot finden, egal ob sie eine schöpferische Tätigkeit, eine sportliche Betätigung oder gesellschaftliche Kontakte suchen. Dabei wollen wir das ehrenamtliche Engagement weiter stärken, denn durch Mitverantwortung auf unterschiedlichen Feldern mitzuwirken, gibt der Freizeit einen besonderen Sinn.
Kultur - Die internationale Ausrichtung Bonns bietet viele Anknüpfungspunkte für einen reichhaltigen Kulturaustausch. Die Beethovenstadt Bonn hat viel zu bieten: Oper, Theater, Beethovenfest, Museumsmeile und eine Szene mit vielfältigen Kulturveranstaltungen. Die Qualität des Kulturangebotes einer Stadt ist ein Spiegel für die Lebensqualität. Deshalb gehört für uns zur kulturellen Infrastruktur Bonns auch eine lebendige Stadtteilkultur mit Angeboten der freien Kulturszene, besonders im Bereich der Nachwuchsförderung.
Bonn verfügt über viele kultur-, heimat- und traditionspflegende Vereine und somit über eine aktive Bürgerschaft. Aus mehreren dieser Vereine sind Initiativen zur Verbesserung von Stadtteilen hervorgegangen. Hierzu zählen auch die Kulturvereine und Brauchtumsgruppen.
Die Bonner CDU will
- ein Festspielhaus Beethoven,
- Bonn als Beethovenstadt und UN-Stadt weiter profilieren,
- die kultur-, heimat- und traditionspflegenden Vereine und die aktive Bürgergesellschaft fördern,
- die kulturellen Initiativen in den Stadtbezirken und Stadtteilen unterstützen.
Sport - Der Sport als ein wesentliches Element der Freizeit ist ein wichtiger Bestandteil der Lebenswelt in unserer Industriegesellschaft. Sport ist Teil unseres kulturellen und sozialen Lebens. Kein anderer Bereich unserer Gesellschaft bindet und verbindet so viele Menschen, wie der Sport. Er trägt zur Lebensqualität, Lebensfreude und Gesundheit bei.
Nach Meinung der Bonner CDU leistet der Sport einen Beitrag zur Identifikation, Integration, Einübung sozialen Verhaltens, Anerkennung des Leistungsprinzips, Gesundheit und Lebenshilfe – kurz: unverzichtbare Beiträge zur individuellen und sozialen Entfaltung des Menschen in unserer Gesellschaft.
Die Bonner CDU steht zu der Verpflichtung, allen Sporttreibenden möglichst gute Voraussetzungen und Bedingungen zu bieten und den Sport auf allen Ebenen als Breiten-, Leistungs-, Spitzen-, Schul-, Vereins- und Freizeitsport zu fördern. Wie auch die Kultur ist der Sport sowohl in seiner Ausprägung als Spitzen- als auch Breitensport, ein wichtiger Standortfaktor und dient damit der wirtschaftlichen Attraktivität der Stadt.
Die Bonner CDU hält es für unerlässlich, den Sport als Querschnittsaufgabe in Kooperationen mit den Tourismus-, Wirtschaftsförderungs-, Stadtentwicklungs- und Stadtmarketing-Ressorts zu verknüpfen.
Die Bonner CDU will auch in der schwierigen Haushaltslage eine Sportstätten-Benutzungsgebühr vermeiden. Die Bonner Sportvereine sparen hierdurch jährlich rund 300.000 €, die den Vereinen zusätzlich für ihre Vereinsarbeit zur Verfügung stehen.
Wir wollen prüfen, unter welchen Bedingungen Kooperation und Übernahme durch Vereine sowie Privatisierung von Sportstätten wie Bädern möglich ist, ohne dass das städtische Angebot für Vereine und Schulen eingeschränkt wird.
Wir wollen prüfen, ob Naherholungsgebiete für Sport und Freizeit weiter erschlossen werden können, ohne ihren Charakter als natürliche Landschaftsteile zu verändern. Wir wollen die vereinseigenen Sportanlagen weiter fördern und den Bestand an Sportanlagen mit Hilfe verstärkter Selbsthilfe erhalten und bedarfsorientiert weiterentwickeln.
Wir wollen das ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen nachhaltig unterstützen und damit die soziale Dimension der Vereine herausstellen. Stärker als bisher sollte sich deshalb die Wirtschaft für den Breiten- und Freizeitsport, aber auch für den Spitzensport engagieren.
Der in der Vergangenheit entstandene Sanierungsstau bei den Sportstätten und Sportgeräten soll abgebaut werden. Langfristig soll über die Sicherung bestehender und Errichtung neuer Sportstätten hinaus die Stadt als Bewegungsraum mit umweltfreundlichen und vor allem wohnumfeldnahen Sport- und Spielgelegenheiten weiterentwickelt werden.
CDU-Fraktion im Rat der Bundesstadt Bonn
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