Dank an Benedikt Hauser - viel Glück in Düsseldorf

Am 25. Oktober 2010 wählte die CDU-Fraktion turnusgemäß den Fraktionsvorstand neu. Benedikt Hauser, ihr langjähriger Vorsitzender trat nicht mehr zur Wahl an. Viele Fraktionsmitglieder haben sich gefragt, warum Hauser diesen Schritt geht. Er selbst nennt zwei Hauptgründe, die ihn zu dieser Entscheidung bewogen haben nur noch als „einfacher“ Stadtverordneter weiterzumachen. Zum einen ist es das am 9. Mai gewonnene Landtagsmandat, das von ihm einen erheblichen Mehraufwand an Arbeit abverlangt. In seiner Eigenschaft als Mitglied des Landtages und als Vorsitzender der Mehrheitsfraktion im Bonner Stadtrat - letzteres ist im Grunde ein Fulltimejob - gibt es zu viele Terminüberschneidungen. Das wird auch dadurch noch verstärkt, dass Benedikt Hauser nicht nur seinem Wahlkreis Bonn II, sondern auch noch die Interessen der Union für den nicht gewonnenen Wahlkreis Bonn I in Düsseldorf vertritt. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist aber auch der Gesichtspunkt, dass die Herausforderungen der kommunalen Politik in Bonn in den nächsten Monaten und Jahren erstens zunehmen werden und zweitens durchaus - bei auf Landesebene parteipolitisch ungeklärten Verhältnissen – im Einzelfall zu Abgrenzungsschwierigkeiten führen könnten. Bonn ist heute in einer Situation in der an allen Ecken und Enden Herausforderungen warten, die den vollen Einsatz von jedem politisch Aktiven notwendig machen und deshalb gilt es die Last und Verantwortung zu verteilen.

Die Bonner CDU als Mehrheitsfraktion im Bonner Landtag bestimmt seit der Kommunalwahl 2009 zusammen mit den Grünen die Marschrichtung der Politik in Bonn. Bei diesem Gesamtgefüge ist es besonders wichtig, wie unsere Politik als Bonner CDU und als Ratsfraktion bestens gestaltet und dargestellt werden kann. Hier darf es zu keinen Abstrichen kommen, hier ist volle Kraft und Konzentration gefordert. Es ehrt Benedikt Hauser, dass er deshalb sein Amt als Fraktionsvorsitzender zur Verfügung stellt und damit ermöglicht, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Es ehrt ihn auch, dass er Mitglied der Fraktion bleibt und sich weiterhin für seine Heimatstadt nicht nur in Düsseldorf, sondern auch hier vor Ort wie gewohnt mit viel Enthusiasmus und Überzeugung stark machen wird.

Benedikt Hauser ist nun schon seit über acht Jahren Vorsitzender der CDU-Fraktion in Bonn. In dieser Zeit hat er viel erlebt. Er hat die Fraktion in einer politisch sehr turbulenten Zeit übernommen. Auf dem Höhepunkt der Schreiber-Affäre wurde er zu ihrem Vorsitzenden gewählt und er hat entscheidend dafür gesorgt, dass sich die Fraktion neu aufstellen konnte und am Ende gestärkt dastand. Hauser hat es damals verstanden mit seiner langjährigen politischen Erfahrung und mit Geschick dafür zu sorgen, dass notwendige Beschlüsse getroffen wurden. Er hat es nicht zugelassen, dass der politische Gegner über Partei und Fraktion hergefallen ist. Hierfür gebührt ihm außerordentlicher Dank.

Seine umsichtige und ausgleichende Art, sein kommunalpolitisches aber auch juristisches Fachwissen waren immer ein solides Fundament jeder Fraktionsentscheidung, bis heute. In seinen über acht Jahren als Vorsitzender hat er jede mögliche politische Konstellation aktiv erlebt. Das können nur wenige politische Mandatsträger vorweisen. Angefangen hat alles mit einer Koalition mit der FDP. Später hat Hauser die Oppositionsrolle erlebt als alle anderen Fraktionen im Rat und die damalige Oberbürgermeisterin die CDU aus der Regierungsverantwortung gedrängt haben. Doch es hat sich nach kurzer Zeit gezeigt, ohne die CDU im Boot kann in Bonn nicht verlässlich regiert werden. Ohne CDU werden die Halbwertszeiten jeder Koalition in Bonn höchstens in Monaten gerechnet. Und gegen die CDU sind auch keine wechselnden Mehrheiten möglich, welche die Ex-OB so gerne gesehen hätte. Das bedeutet aber im Endeffekt, die CDU ist die entscheidende politische Kraft in Bonn. Ohne sie wird nicht regiert.

Dass es heute eine stabile Koalition mit den Grünen gibt, ist auch Hausers Verdienst. Diese Koalition ist kein Experiment oder Wagnis. Sie ist politisch gewollt, gut überlegt und stabil genug die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Was viele vielleicht nicht geglaubt haben, ist Hauser gelungen, eine Koalition zu schmieden, die verlässlich arbeitet, den Bürger ernst nimmt und unserer Verantwortung für die kommenden Generationen gerecht wird.

Die CDU-Fraktion wünscht Benedikt Hauser für seine Arbeit im Düsseldorfer Landtag alles Gute und freut sich, ihn weiter in ihren Reihen als Stadtverordneter zu haben.