Nimptsch Vorstoß zum Festspielhaus


Zur Zukunft des Festspielhauses - CDU-Ratsfraktion Bonn macht Druck, Rat soll am 24. November 2011 entscheiden!

Ein Beitrag von Dr. Klaus-Peter Gilles, CDU-Fraktionsvorsitzender

Für Bonn als Beethovenstadt und Wirtschaftsstandort ist ein akustisch höchsten Ansprüchen genügender Konzertsaal (Festspielhaus) wünschenswert, um sich national und international als Musikstadt zu positionieren und die damit verbundenen wirtschaftlichen Chancen zu nutzen. In Verantwortung für die kulturelle und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Stadt setzen wir uns deshalb für dieses Vorhaben ein.

Um seriös zu handeln und auf solider Basis über das weitere Vorgehen entscheiden zu können, muss schnellstmöglich geklärt werden, welcher Standort und damit zusammenhängend welche Projektkonzeption (Neubau oder Bauen im Bestand) in Betracht kommt und welche Rahmenbedingungen aus Sicht des Rates erfüllt sein müssen, damit das Projekt Festspielhaus realisiert werden kann.

Bezüglich der Standortfrage orientieren wir uns an dem Machbaren und finanziell Verantwortbarem. Grundsätzlich kommt für uns sowohl ein Neubau im Umfeld des Post-Towers als auch eine Optimierung der Beethovenhalle in Betracht. Aus unserer Sicht ist es erforderlich, vor einer weiteren Konkretisierung des Projektes zunächst die Standortfrage zu klären.



Bezüglich der Rahmenbedingungen müssen aus unserer Sicht die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Keine Beteiligung der Stadt an den Investitionskosten mit Ausnahme städtebaulicher Begleitmaßnahmen im Projektumfeld, sofern diese weitestgehend durch Städtebaufördermittel refinanziert werden können.

2. Begrenzung der finanziellen Beiträge der Stadt für den Betrieb auf ein verantwortbares Maß, das sich an den durch die mittelfristige Finanzplanung vorgegebenen Handlungsspielraum orientiert.

3. Einbettung des Projektes in ein gesamtstädtisches Kultur- und Hallenkonzept unter Einbindung aller Akteure, die einen Beitrag zur nationalen und internationalen Positionierung von Bonn als Musikstadt leisten können.

Auf der Basis dieser Rahmenbedingungen sowie unter Berücksichtigung der von den verschiedenen Projektbeteiligten zum heutigen Stand für Bau und Betrieb noch zu erwartenden Finanzierungsbeiträge muss die Frage der finanziellen Machbarkeit des Projektes überprüft werden.


Bevor der Rat die für die Umsetzung des Projektes Festspielhaus notwendigen Beschlüsse fassen und einen verbindlichen Zeitplan festlegen kann, müssen zunächst folgende Fragen geklärt sein:

1. Sind die privaten Geldgeber überhaupt bereit, einen Neubau im Umfeld des Post-Towers als alternativen Standort zur Beethovenhalle zu akzeptieren?

2. Ist die Finanzierung der Investitionskosten für einen Neubau aus privaten Mitteln zum heutigen Stand noch gesichert?

3. Ist die Finanzierung des Betriebes über das Stiftungskapital auskömmlich und gesichert?

Wir erwarten von der Verwaltung, dass diese Fragen bis spätestens zur Ratssitzung am 24.11.2011 geklärt sind, damit der Rat in dieser Sitzung auch mit Blick auf den 250. Geburtstag Beethovens eine Grundsatzentscheidung zur weiteren Profilierung der Beethovenstadt Bonn fällen kann.


WDR Lokalzeit am 9.9.2011


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5 Kommentare

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14.03.2012 Zwe
MatzeP sagt:Ich sehe das ganze differenzierter. Extremismus veertshe ich dem Sinn nach als eine erheblich von der Durchschnittsmeinung und den Durchschnittsverhaltensweisen abweichende Grundhaltung und Verhaltensform.Sind wir es nun, dass wir Durchschnitt und soziale Normen zu definieren haben? Ich glaube nein. Diese Definitionen sind uns von unserem Verfassungsersatzmittel (Grundgesetz als Verfassungs-Methadon ) vorgegeben. Das im politischen Zirkel und in den Medien geschfcrte Bild eines Extremisten als Mensch mit kurzen Haaren, Springerstiefeln und Bomberjacke trfft die Realite4t ohnehin nicht mehr. Warum sollte ein grundlegender Meinungswechsel ein Privileg der Normalos sein und nicht auch einem etwas unkonventioneller eingestellten Menschen mf6glich sein. Von daher betrachte ich persf6nlich eine Aufnahme eines ehemaligen NPDlers genau so wenig als Resozialisierungsansatz (Parteien sind konzeptionell keine Therapieeinrichtungen) sondern schlichtweg als Angebot eines Richtungswechsels im Leben (persf6nlich, aber auch politisch) eines Menschen. Dieser Weg sollte doch wohl niemandem ernsthaft verbaut werden, oder? Nicht nur weil jeder eine zweite Chance verdient, sondern schon weil unsere Gesellschaft keine polarisierte Einbahnstradfe ffcr Minderheiten werden darf.So long, Matze



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